Verhaltensregeln im Ensemble

Im Orchester gibt es ungeschriebene Verhaltensregeln, an die sich alle halten sollten. Je disziplinierter die Proben ablaufen, desto effektiver wird die Erarbeitung der Vortragsstücke gelingen. 

Die wichtigsten Regeln:

  1. Zuerst stimmen alle die A-Saite nach dem Ton des Konzertmeisters, erst dann werden die anderen Saiten eingestimmt. Bevor nicht der letzte sein A eingestimmt hat, spielt keiner eine andere Saite.

  2. Wer am Pult links sitzt, blättert (für die Celli und Bratschen gilt das nicht unbedingt). 

  3. Die in die Noten eingetragenen Striche sind zwanghaft zu befolgen und sind kein Gegenstand einer individuellen Auslegung. 

  4. Eintragungen in Noten erfolgen grundsätzlich mit Bleistift, niemals mit Kugelschreiber

  5. Zwischendurch herumfiedeln ist streng verpönt, üben kann man zuhause. 

  6. Wenn der Dirigent redet, wird nicht mit dem Nachbarn gequasselt. 

  7. Man sitzt aufrecht und gerade auf seinem Stuhl. Keinesfalls werden die Beine übereinander geschlagen. 

  8. Immer wieder Blickkontakt zum Dirigenten suchen, vor allem bei bevorstehenden Einsätzen nach längeren Pausen. 

  9. Pfuschen ist grundsätzlich erlaubt, sollte aber nicht überhand nehmen und weder hör- noch sichtbar sein. 

  10. Noten als Loseblattsammlungen führen grundsätzlich dazu, dass irgendwann, vorzugsweise bei einer Aufführung, der gesamte Stapel herunterfällt und sich gleichmäßig in der Gegend verteilt. Deswegen werden Noten möglichst noch vor der ersten Probe geheftet oder zusammengeklebt. 

  11. Auch Bratscher sind Streicher. Sie sind als vollwertige Mitglieder des Orchesters zu respektieren.

  12. Wer in Orchesterpausen Bratscherwitze erzählt, hat auf die Gefühle und Empfindlichkeiten dieser Musiker Rücksicht zu nehmen.