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Kolophonium

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Feines englisches Kolophonium "Hidersine", Violine/Viola oder Cello, 30g 5.40 EUR   Details
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Feines englisches Kolophonium "Hidersine", Violine/Viola oder Cello, 20g 4.80 EUR   Details
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Feines franz. Kolophonium "Jade" Kontrabass Solo 6.00 EUR   Details
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Kolophonium - Doping für die Haare

Ohne Kolophonium geht gar nichts - das kann man leicht feststellen, indem man einen unbehandelten neuen Violin- oder Cellobogen über die Saiten streicht.

Nichts passiert, insbesondere erklingt kein Ton, nur ein leichtes Säuseln.

Woran liegt das, und warum ist Kolophonium so wichtig?

Kolophonium ist nichts anderes als getrocknetes, gereinigtes und mit einigen Zusatzstoffen versehenes Baumharz. Der Trocknungs- und Reinigungsprozeß erfolgt durch Destillation, zurück bleiben die festen Bestandteile des Harzes, die dann je nach weiterer Behandlung unterschiedliche Härtegrade ergeben.

Wegen seiner klebrigen Eigenschaften wird Kolophonium nicht nur für Streichinstrumente, sondern auch beim Sport (Handball, Klettern, Gewichtheben) oder für technische Anwendungen benötigt.

Bleiben wir aber bei den Streichinstrumenten: Das trockene, mehr oder weniger klebrige Harz wird mit gleichmäßigen Bewegungen auf die Bogenhaare aufgetragen. Bewegt man dabei den Arm einfach hin und her, wird man Spitze und Frosch automatisch vernachlässigen, daher ist diesen Bogenstellen besondere Sorgfalt zu widmen (siehe hierzu auch unser Youtube-Video).

Das Harz richtet in den Bogenhaaren kleine Widerhaken auf und setzt sich in Zwischenräume, so dass die Widerhaken nicht ohne weiteres in ihre Ausgangsposition zurück können.

Stehen die Widerhaken einmal aufrecht, regen sie beim Streichen die Saite periodisch zum Schwingen an. Der Ton wird umso knackiger, je mehr Kolophonium aufgetragen ist. Hat man zuviel benutzt, wird der Ton kratzig. Das kann man leicht abstellen, indem man ca. 5-10 Minuten intensiv spielt. Danach ist das überschüssige Kolophonium abgetragen, und der Bogen hat wieder optimalen Grip.

Geigenkolophonium ist hart und staubt leicht. Cellokolophonium ist etwas weicher, Basskolophonium schließlich staubt kaum und ist sehr klebrig. Je größer das Streichinstrument ist, desto dicker werden die Saiten, und desto behäbiger werden sie auch. Es bedarf einer höheren Klebkraft, eine Bass-Saite zum Schwingen zu bringen, als eine Geigensaite.

Daher sollte man nicht "irgendein" Kolophonium wählen, sondern eines, welches zum Instrument passt.

Übrigens: Mit Bassbögen kann man auch Schlagbecken zum Klingen bringen, sie erzeugen einen hohen, singenden metallischen Ton. Hierfür ist aber ein hartes Kolophonium zu wählen.